Art Déco – der Stil der 1920er und 1930er Jahre – verbindet das Ornamentale des Jugendstils mit den klaren, geometrischen Formen der Moderne. Möbel dieser Epoche haben in den letzten Jahren deutlich an Wert gewonnen.
Entstehung und Epochenübersicht
Der Begriff Art Déco entstammt der Pariser Weltausstellung von 1925 (Exposition des Arts Décoratifs). Als Stil umfasst er in etwa den Zeitraum 1920–1940, mit Nachzeitern bis in die frühen 1950er Jahre. In Deutschland ist der Stil weniger ausgeprägt als in Frankreich oder England – hier überschneidet er sich mit Einflüssen des Bauhauses.
Typische Merkmale
- Geometrische Formen: Sonnenschliff, Fächermotive, Zickzack, Treppenmötive, Rauten
- Exotische Hölzer: Zebraholz, Makassar-Ebenholz, Palisander, Amaranth, Seidenholz
- Kontraste: Helle und dunkle Hölzer kombiniert, Lack-Einlagen, Spiegel-Gläser
- Metall-Elemente: Messingbeschläge, Chrom, vergoldete Details
- Inneneinrichtung: Bücherschränke mit geschliffenen Glasscheiben, Kühlschrankformen
Wert und Markt
Hochwertige französische Art Déco-Stücke aus Spitzenateliers werden bei internationalen Auktionen für mehrere tausend bis zehntausend Euro gehandelt. Deutsche und englische Produktionen sind vergleichsweise erschwinglicher, aber im Preis steigend. Entscheidend für den Wert sind: Herkunft (Französisch > Englisch > Deutsch), Zustand, Originalität der Beschläge und Qualität der Furniere.
Kauf und Pflege
Art Déco-Möbel sind oft robust und alltagstauglich. Auf starke Sonneneinstrahlung sollte verzichtet werden, da exotische Furniere ausbleichen können. Lackierte Oberflächen mit schonenden Reinigungsmitteln behandeln – keine lösungsmittelhaltigen Reiniger. Für eine professionelle Einschätzung stehen wir gerne zur Verfügung.