Der Sekretär ist eines der funktionalsten Schreibmöbel, die je entwickelt wurden: Eine aufklappbare Schreibfläche, dahinter ein System aus Fächern, Schubladen und oft kleinen Geheimfächern – alles in einem kompakten, eleganten Korpus. Kein Wunder, dass diese Möbel bis heute sehr gesucht sind.
Formen und Typen
Rollsekretär: Mit Rolljalousie statt aufklappbarer Klappe, typisch für das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert. Klappsekretär (Abattant): Die häufigste Form – eine herabklappbare Schreibfläche, darüber ein Aufsatz mit Türchen und kleinen Fächern. Bureau Mazarin / Zylinderbureau: Ausziehbares Innensystem, typisch für barocke und empire-zeitliche Stücke. Sekretär mit Vitrinenaufsatz: Kombination aus Schreibmöbel und verglastem Aufsatz, beliebt in Gründerzeit und Historismus.
Qualitätsmerkmale beim Sekretär
- Schreibklappe: Sollte sanft öffnen und schließen, sauber anliegen und eine ebene Schreibfläche bieten (ggf. mit Leder bezogen)
- Inneneinrichtung: Vollständig erhaltene Fächer, Säulchen und Schubladen – fehlende Einbauten mindern den Wert erheblich
- Schlösser: Originale Messingschlösser mit Schlüssel sind ein deutliches Qualitätsmerkmal
- Geheimfächer: Oft hinter Schubladen oder Säulchen verborgen – ein Hinweis auf qualitätvolle Tischlerei
- Furnierqualität: Spiegelbildliche Nussbaum- oder Kirschbaumfurniere an der Klappe – ein Zeichen für hochwertige Ausführung
Typische Preise
Einfachere Sekretäre aus der Gründerzeit beginnen bei ca. 600–1.200 Euro. Hochwertige Biedermeier-Klappsekretäre aus Nussbaum oder Kirschbaum, gut erhalten und fachgerecht aufgearbeitet, kosten typischerweise 2.000–5.000 Euro. Seltene Stücke mit Intarsien, Vergoldungen oder nachgewiesener Provenienz können deutlich höher liegen.
Unser Angebot
Das Antiquitäten-Haus Heymann führt regelmäßig Sekretäre aus Biedermeier, Gründerzeit und Jugendstil – jedes Stück geprüft, fachgerecht restauriert und handpoliert. Besichtigung in Darmstadt möglich, Lieferung deutschlandweit.